Hygienemaßnahmen im Rettungsdienst sind seit geraumer Zeit von elementarer Bedeutung für die
Aufgabenerfüllung. Gerade in den letzten Jahren lassen sich bedenkliche Veränderungen bei
Infektionserkrankungen beobachten:
Vor allem im Krankenhausbereich (dem auch im weitesten Sinne der Rettungsdienst zuzuordnen
ist), werden vermehrt Infektionen mit Methicillinresistenten Staphylococus-aureus-Stämmen
(MRSA) registriert - Erreger also, die gegen fast alle Antibiotika resistent sind.
Diese Resistenz erstreckt sich jedoch nicht auf moderne Desinfektionsmittel- und Verfahren. Durch
zielgerichtete und korrekt ausgeführte Desinfektionsmaßnahmen werden diese Keime zuverlässig
abgetötet. Das macht deutlich, das auch im Rettungsdienst die Gefahr von nosokomialen
Infektionen durch praktizierte Hygiene reduziert bzw. ausgeschlossen werden kann.
Die Fachkraft für Hygiene ist Bindeglied zwischen Krankenhaus und Rettungsdienst und hat die
Aufgabe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt dafür zu sorgen, dass der Rettungsdienst
nicht zu einer Weiterverbreitung von Keimen beiträgt.
Die Fachkraft für Hygiene erstellt in enger Abstimmung mit der ärztlichen Leitung und dem
Gesundheitsamt einen Hygieneplan und schreibt diesen regelmäßig fort. Bestandteil des
Hygieneplanes sind Verfahrensanweisungen zum Umgang mit Infektionserregern.
Weiterhin ist die Fachkraft für Hygiene Ansprechpartner für alle Mitarbeiter des Einsatzdienstes in
Fragen der Hygiene und der Desinfektion. Er bereitet wesentlichen Entscheidungen zur
Beschaffung von Hygienematerialien vor. Die Fachkraft für Hygiene bildet darüber hinaus die
Mitarbeiter des Einsatzdienstes im Bereich der Hygiene fort.